PfarreiLunkhofen

Unsere Pfarrkirche St. Leodegar

In Oberlunkhofen befindet sich unsere Pfarrkirche St. Leodegar mitsamt dem Kirchenbezirk mit Pfarrhaus, Kaplanei, Kirchenplatz, Pfarrschüür, Abdankungshalle und Friedhof.

Die Geschichte der katholischen Pfarrkirche St. Leodegar reicht bis mindestens 1185 zurück.

Am 25. November 1516 ist die damals von Grund auf neu erbaute Kirche eingeweiht worden. Nach etlichen Renovationen, Restaurationen, Anbauten und Veränderungen steht sie heute noch immer am gleichen Ort und auf den gleichen Grundmauern. 1685 ist durch das Kloster Muri der Chor erneuert worden mit vier neuen – barocken – Altären, auch mit einem neuen Hochaltar.

Wegen Platzmangels gab die Kirchgemeinde 1777 eine Verlängerung des Kirchenschiffs in Auftrag. 1891/92 folgt eine umfassende Innen- und Aussenrenovation. Seit 1848 schmückt eine Sonnenuhr die Aussenmauer. Die letzte umfassende Renovation wurde 1986/87 durchgeführt.

Innenraum. Die flachen, modernen Deckenmalereien im Schiff mit spärlichen Stuckaturen wurden 1924 vom Erstfelder Kunstmaler Josef Heimgartner geschaffen und stellen die Geburt und die Himmelfahrt Christi dar. Die drei rötlich-grauen Stuckmarmor-Altäre von Lorenz Schmid, 1777/78, ordnen sich in ihrer gedämpften Farbigkeit vorzüglich in das ruhige Raumbild ein.

In der Pfarrkirche finden regelmässig Werktags- und Sonntagsgottesdienste statt. Tauffeiern, Erstkommunion, Versöhnungsgottesdienste und Firmung werden für die ganze Pfarrei in Oberlunkhofen gefeiert. Den Friedhof unterhalten die Gemeinden Rottenschwil, Unterlunkhofen und Oberlunkhofen gemeinsam.

 

Das Glockengeläute

Fünf Glocken hängen im Turm

  • Grosse Glocke: Herz-Jesu-Glocke 
  • Muttergottesglocke 
  • Leodegarsglocke 
  • Schutzengelglocke 
  • Taufglocke

Jeden Tag läutet um 6.00 Uhr, um 11.00 Uhr und um 19.30 Uhr die Muttergottesglocke 3 Minuten.

Es sind Hinweise auf die täglichen Gebetszeiten der Kirche. 

Jeden Tag ausser Sonntag läutet um 15.30 Uhr die Leodegarsglocke für 3 Minuten zur Vesper (Nachmittagsgebet). 

Am Donnerstagabend läutet nach dem Betzeitläuten nach 30 Sekunden Pause für eine Minute die Leodegarsglocke (Erinnerung an das letzte Abendmahl von Jesus). 

Am Freitagnachmittag um 15.00 Uhr läutet die Herzjesuglocke für 2 Minuten (Erinnerung an die Todesstunde von Jesus).

Vor Gottesdiensten am Werktag (in der Regel am Dienstag um 9.00 Uhr) läuten Schutzengelglocke, Leodegarsglocke und Muttergottesglocke gemeinsam.

Am Samstagnachmittag um 14.00 Uhr läutet die Grosse Glocke den Sonntag ein – während 2 Minuten. 

Ebenso läutet diese Glocke am Samstagabend um 17.30 Uhr (wenn um 18.00 Uhr Vorabendgottesdienst ist - unregelmässig) für 2 Minuten sowie jeden Sonntag um 8.30 Uhr. 

Vor den Wochenendgottesdiensten läuten alle Glocken 13 Minuten lang um 17.45 Uhr (wenn um 18.00 Uhr Gottesdienst ist) am Samstag und regelmässig um 9.15 Uhr am Sonntagmorgen. 

Das Gesamtgeläute läutet für Beerdigungs- und Hochzeitsgottesdienste. 

Eine Stunde vor der Beerdigung läuten alle Glocken „Grabaufläuten“ (gleich wie, wenn jemand gestorben ist). Die Taufglocke läutet durch. 

Wenn jemand gestorben ist und der Aushang gemacht wird, läutet die grosse Glocke (am Morgen bis am frühen Nachmittag, nicht abends) für Frauen mit einem Unterbruch, für Männer mit zwei Unterbrüchen, bei Kindern ohne Unterbruch (gesamthaft während ca. 10 Minuten). 

Tauffeiern werden mit der Taufglocke eingeläutet und sie erklingt noch einmal während des Betens des Glaubensbekenntnisses. 

Speziell ist das Glockengeläute über Ostern. Im Gottesdienst am Hohen Donnerstagabend läuten während des Glorias (=Loblied) alle Glocken. Dann schweigt das Geläute bis zur Osternachtfeier (Leiden Jesu, sein Tod und Grablegung). Beim Gloria wird das Schweigen durch das Läuten aller Glocken wieder aufgehoben.